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Mittwoch, 12. Oktober 2011
hier bin ich....und was jetzt?
avokado, 21:55h
Hier bin ich....und nun? Einfach los? Ja klar, oder? Ich schreibe ein Online Tagebuch. Von meinem Leben. Von mir. Es ist der 12.10.2011 und trotzdem fängt die Geschichte an einem ganz anderen Tag an. Tagebuch hin oder her. Sie beginnt im Herbst letzten Jahres. Am 02.09.2011 in einem Auto auf dem Weg nach Trier. Ein kleiner Tagestrip in meine Heimatstadt mit meiner verrückten Bekannten Heidi. Heidi ist Mitte vierzig und eine der anstrengendsten Personen die ich kenne. Sie ist klein, schmal hat wahnsinnig viele Locken, wunderschöne blaue Augen und eine treue Grömitz-Urlauberin. Heidi gibt Gesangsstunden, da haben wir uns auch kennengelernt aber eigentlich ist sie Ägyptologin. Das war eigentlich auch der Grund für unsere Reise von Göttingen nach Trier. Ein Vorstellungsgespräch war der Anlass. Und da ich nun zufällig auch Trier komme und Heidi nicht alleine fahren wollte hat sie mich gefragt. Aber eigentlich hab ich mich angeboten. Und wenn ich gerade ehrlich bin, nicht weil ich eine ortskundige Freundin bin. Ich würde es nicht zugeben, aber ich wollte meine erste Liebe treffen. Ganz unverbindlich versteht sich. Damals war ich 14 Jahre alt. Ein schrecklicher Teenie war ich und wie verrückt hinter einem Jungen her der eine Klasse unter mir war. Ich komme bestimmt noch zu den Details, aber nach dem ich damals der Meinung war wir müssten unbedingt einmal Sex haben und das in einem totalen Fiasko endete war die Sache im Grunde zu ende. Aber nicht vergessen. Nun hatten wir uns 13 oder 14 Jahre nicht gesehen und Dank Facebook ein paar mails geschrieben, gechattet und zum Kaffee verabredet. Ich war aufgeregt wie ein kleines Kind am Heiligabend....und das nicht ohne Grund.
Eigentlich konnte ich den ganzen Tag an nichts anderes denken. Wie würde er aussehen? Riechen? Reden? Lachen? Am ende hätten wir uns nichts zu sagen...uiuiui....da können einem zwei stunden vorkommen wie zehn.
Heidi hat den ganzen Tag wie ein wildgewordenes Huhn auf mich eingeredet. Wollte überall hin, alle Sehenswürdigkeiten sehen aber dann doch nicht so richtig und hat sich zu allem Überfluss in ihrem Hotel auch noch mit "Guten Tag, mein Name ist Frau Doktor Heidi Oberhaupt, ich habe reserviert..." vorgestellt.
Ich konnte nicht schnell genug essen und habe ganz schnellentschlossen einfach nudeln bestellt während Heidi erstmal stundenlang dir Karte studiert hat und dann ganz locker ein 5 Gänge Menü orderte. Fünf!!!
Ich konnte es kaum glauben. Selbst wenn man schnell ist, dass brauch man dafür mindestens 90 min hatte ich so überschlagen. Und ich wollte doch los! Weg meine Jugendliebe treffen. Irgendwie auch absurd. Jahrelang nicht gesehen und jetzt zählte jede minute.
ich war keine gute Freundin an diesem Abend, ich hab mich einfach nach Gang drei verabschiedet und bin los. Ich hab noch gefühlte hundertmal überlegt...absagen? Oder nicht? Absagen? Oder nicht? Ich hatte im zwar vorher meinem Mann von der Verabredung erzählt, so beiläufig mir das möglich war. Er könnte ruhig sagen wenn ihn das stört, aber meine Aufregung wuchs.
Eigentlich konnte ich den ganzen Tag an nichts anderes denken. Wie würde er aussehen? Riechen? Reden? Lachen? Am ende hätten wir uns nichts zu sagen...uiuiui....da können einem zwei stunden vorkommen wie zehn.
Heidi hat den ganzen Tag wie ein wildgewordenes Huhn auf mich eingeredet. Wollte überall hin, alle Sehenswürdigkeiten sehen aber dann doch nicht so richtig und hat sich zu allem Überfluss in ihrem Hotel auch noch mit "Guten Tag, mein Name ist Frau Doktor Heidi Oberhaupt, ich habe reserviert..." vorgestellt.
Ich konnte nicht schnell genug essen und habe ganz schnellentschlossen einfach nudeln bestellt während Heidi erstmal stundenlang dir Karte studiert hat und dann ganz locker ein 5 Gänge Menü orderte. Fünf!!!
Ich konnte es kaum glauben. Selbst wenn man schnell ist, dass brauch man dafür mindestens 90 min hatte ich so überschlagen. Und ich wollte doch los! Weg meine Jugendliebe treffen. Irgendwie auch absurd. Jahrelang nicht gesehen und jetzt zählte jede minute.
ich war keine gute Freundin an diesem Abend, ich hab mich einfach nach Gang drei verabschiedet und bin los. Ich hab noch gefühlte hundertmal überlegt...absagen? Oder nicht? Absagen? Oder nicht? Ich hatte im zwar vorher meinem Mann von der Verabredung erzählt, so beiläufig mir das möglich war. Er könnte ruhig sagen wenn ihn das stört, aber meine Aufregung wuchs.
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